Sklaverei
Weil ihr an den Mammon glaubt,
statt für alle Glück zu schaffen,
habt ihr den Erdball ausgeraubt,
um noch mehr Geld zu raffen.
Es ist kein Platz für Tiere
im Land der Wertpapiere.
Mit Freude wird kein Werk getan,
der Wohlstand prägt das Denken.
Ihr lebt in eurem Wachstumswahn
und dürft dafür nur Autos lenken.
In Käfigen wächst Fleisch
und macht die Bonzen reich.
Verloren ist die Kunst der Liebe
weil ihr der Arbeit Macht gegeben.
Ihr seid ein Rad im Wahngetriebe
der Sklaverei, statt frei zu leben.
Ich kann euch nicht verstehen,
muss eigne Wege gehen.
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Frohes Fest
Weihnacht ist das Fest der Liebe,
man umarmt sich ohne Wärme
und nach Hektik und Geschiebe
quält nun Völlerei die Därme.
Dicht gedrängt ist die Familie
jährlich einmal vollversammelt,
gönnt sich frische Petersilie,
wenn ein Kind Gedichte stammelt.
Aufgetakelt geht’s zur Messe,
diese Tradition verpflichtet.
Kekse wandern in die Fresse
und der Baum wird abgelichtet.
Gemeinsam in die Röhre glotzen,
leere Worte reden stumm.
Statt zu fressen will ich kotzen,
denn der schöne Baum ist krumm.
Ich kann dieses Fest nicht leiden,
mich bedrückt der schöne Schein.
Ich will die Heuchelei vermeiden
und feiere den Tag mit mir allein.
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