Ausflug
Sonnenlicht perforiert den Wald,
an manchen Stellen steht knorrig alt
ein uralter Baum in grünem Tüll.
An einer Bank vergammelt Müll.
Im Unterholz äst scheu ein Reh,
aus einem Bach entsteht ein See,
umsäumt von grünen Küsten.
Ein Kahn entlädt Touristen.
Der Tag verliert sich in die Nacht,
ein Uhu schreit kurz und erwacht.
Die Grillen zirpen leis’ im Grase,
ein Gast entlädt die volle Blase.
Ein neuer Tag wird ihn ersetzen,
mit taugenetzten Spinnennetzen
sich weiterdreh’n in seinen Kreisen.
Touristen werden weiterreisen.
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Mitternachtsschlosser
Es hat sich kurz vor Mitternacht
ein Dieb zum Raubzug aufgemacht
und schleicht durch dunkle Gassen.
Bevor die Morgensonne lacht
hat er die Beute heim gebracht.
Er ist nicht leicht zu fassen.
Am Tatort hat die Polizei
zu wenig an Verstand dabei
und findet keine Spuren.
Dem Dieb ist das ganz einerlei,
er brät sich noch ein Spiegelei
und plant dann neue Touren.
Und die Moral von der Geschicht:
Einbrecher scheuen zwar das Licht,
doch sind sie ziemlich helle.
Denn übt ein Dieb Gehirnverzicht,
wenn er in fremde Häuser bricht,
steckt er in einer Zelle.
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